Baumschlaf

BuchenkroneBaumschlaf

Die Buche präsentiert sich nackt
Denn jedes ihrer Blätter
Ist letztlich bodenwärts gesackt
Im herbstwindigen Wetter.
Nun seh ich Corpus, Stamm und Ast
Von Zweigen all die Enden.
Der Baum ist frei ohn jede Last.
Die Sonne kann mich blenden.
Wo sonst ein grünes Blättermeer
im Lenz beginnt zu rauschen,
da ist die Krone kahl und leer
Gibt wenig uns zu lauschen.
Die Buche steht, als wär sie tot.
Nichts deutet hin auf Leben.
Ich habe meine Müh und Not
Kann keinen Hinweis geben,
dass dieser Baum ist kerngesund.
Er lebt doch nur im Ruhestand.
Es gibt deshalb auch keinen Grund
Für Sorgen jetzt im Winterland.
Die Knospen sind im Schlummertraum
Die Wurzeln halten inne.
Standby-Betrieb im ganzen Baum
Für alle seine Sinne.
Der Winterschlaf endet gewohnt,
wenn Knospen mächtig schwellen.
Das Warten hat sich dann gelohnt
Und zwar für alle Zellen.
Die Buche zaubert grün ihr Kleid
Aus unzähligen Blättern.
Es duftet frisch in dieser Zeit.
Buchfinken eifrig schmettern.

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