Efeuriges

EfeuEfeuriges

Um diese Pflanze ranken
Von alters her Gedanken
Efeu stand da für Liebe.
Die immergrünen Triebe
Versprachen Treue dir.
Mit dem Beerenelixier
half man bei bösem Husten,
was Weise früh schon wussten.
Erst wächst der Efeu flach am Grund
Die Blätter sind mehr spitz als rund.
Steht später dann ein Baum zur Hand
Dann wird der schnell zur Kletterwand.
Haftwurzeln greifen in die Rinde
Dass der Bewuchs sich eng verbinde.
Die Gemeinschaft bleibt meist bis zum Tod
Denn alles ist hier gut im Lot.
Mancher Mensch wohl wissend meint,
Wenn Efeu sich mit Baum vereint,
dann würgt der Ranker seinen Wirt
bis der sein Leben dann verliert.
Ein andrer meint die Efeupflanzen
Als Vampirbrut dem Baum umtanzen.
Sie saugen aus ihm seinen Saft
Und nehmen so ihm alle Kraft.
Wer sich im Wald ein Urteil macht,
über solch Vorurteile lacht.
Da stehen uralt Efeubäume –
Noch immer voller Lebensträume.
Es haben sich dort zwei gefunden –
Der eine hat sich erst gewunden –
Der andere stand zum Bunde fest
Fühlte sich niemals wohl erpresst.
Im Alter blüht der Efeu auf
Ganz spät dazu im Jahreslauf.
Kurz vor dem Winter dürfen Bienen
Sich hier am Nektar noch bedienen.
Manch Fliege, mancher Schmetterling
An diesen letzten Blüten hing.
Im Winter reifen spät die Beeren.
Amseln sie hungrig dann begehren.
Der Amselkot am rechten Fleck
Erfüllt genau den guten Zweck.
So kann ein Efeupflänzchen treiben
und etwas Zukunft grün beschreiben.

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