Frühlingsstrauß

SchneeglöckchenFrühlingsstrauß

Neben dem Bach in den verwilderten Auen
Gehe ich öfter neugierig schauen.
Hier liegen im Dutzend gebrochene Bäume –
Verwunschene Wildnis doch so voller Träume.
In diesem Winter, der wohl keiner war,
Kriecht grünes Moos, leuchtet wunderbar.
Aus dem Falllaub ist fast jede Farbe gewichen.
Der goldene Herbst ist am Boden verblichen.
Abseits vom Wege kenne ich Stellen,
Da finde ich jetzt meine Frühlingsquellen.
Schneeglöckchen drängen im Blätterteig
Sprießen durch manchen gebrochenen Zweig.
Jetzt blühen sie hell mit zierlichen Glöckchen
Schieben beiseite bedrückendes Stöckchen.
Blühende Sträuße im Bodenkleid
Sind fröhliche Noten zur Februarzeit.
Scheint die Sonne zu Mittag
und der Wind schläft fast ein,
dann sind die Schneeglöckchen
bald nicht mehr allein.
Es tanzen die Mücken, es kurven die Fliegen.
Das muss wohl am Blütenaroma liegen.
Ich bücke mich tief zu den Glocken nieder
summe für mich alte Kinderlieder.

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