Scharbockskraut

ScharbockskrautblütenScharbockskraut

Am Saume von dem Buchenwald
wuchern sattgrüne Flecken.
Der Boden ist nun nicht mehr kalt,
Will frühe Blüher wecken.
Noch bleibt der Himmel sonnenhell –
Da muss solch Kraut rasch sprießen.
Geht Blätterschieben richtig schnell,
lässt Licht sich voll genießen.
Das Scharbockkraut wächst ganz rasant.
Es grünt in ein paar Tagen.
Sein Wert war früher wohl bekannt.
Seefahrer sind zu fragen.
Im vollsten Gelb mit Spiegelglanz
Sternblüten uns verzücken.
Bald locken sie zum Nektartanz
Oder zum Pollenpflücken.
Trägt Buche dann ihr Blätterkleid,
verdunkelt sie durch Schatten.
Fürs Scharbockskraut endet die Zeit
Beginnt welk zu ermatten.
Der Mai ist wie ein Herbstbeginn.
Jetzt heißt es erst mal scheiden.
In Düsternis fehlt jeder Sinn.
Es lässt sich nicht vermeiden,
dass sich das Kraut in sich verzieht –
schläft tief in den Rhizomen.
was jedes Jahr erneut geschieht –
So sicher wie das Omen.
Doch heute strahlt manch gelber Stern
Der Märzensonn entgegen.
Ich habe Scharbocksraut so gern –
Ist mir wie Frühlingssegen.

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