Frühlingsfrost

BrennnesselFrühlingsfrost

In jungen März strömt Sommerwärme.
Von dunklen Wolken keine Spur.
Im Schlehenstrauch Spatzengelärme
Im Knospenbauch springt viel Natur.
Am Wegessaum quillt die Brennnessel
Aus Erdenreich zurück ans Licht.
Entledigt sich der Winterfessel
Das Grüne in die Freiheit bricht.
Im heißen Frühling sind die Nächte
Oft unterkühlt und sternenklar.
Für Stunden da regieren Mächte –
Der Eisesreif macht Frühling starr.
Ich treffe früh Brennnesselblätter,
umzuckert weiß von Eiseshaut.
Das nächtlich frostig kalte Wetter
Kristalle glänzen fein gebaut.
Blattzähne zeigen zarte Säume
Brennhaare sind im Eis verklärt.
Das Winterkleid bremst Frühlingsträume
Die Stimmung wird so umgekehrt.
Wenn erster Sonnenstrahl angreift,
da schwindet schnell der Reifeglimmer.
Das Zuckerkleid wird abgestreift.
Es bleibt zurück ein feuchter Schimmer.
Die Brennnessel genießt die Sonne.
Das Blattgrün faltet sich breit aus.
Der Lenz weckt wieder Lebenswonne.
Vogelgesang klingt wie Applaus.

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