Abendglut

AbendhimmelAbendglut

Als ständ die ganze Welt in Flammen
Glüht rot am Horizont ein Feuermeer.
Hier kommt ein Lichtgenuss zusammen.
Der Sonnenball hängt bodenschwer.
Das Farbenspiel verliert sich im Minutentakt
Vom Glutgewölbe schwindet hellstes Rot.
Wie dann die goldne Kugel tiefer sackt,
Dem Loderlicht ein jähes Ende droht.
Die Baumgestalten liefern Silhouetten
Ihr Kronendach noch offen – märzenlicht.
Im Abendrot möchte ich wetten,
dass Schwarzes aus dem Feuer bricht.
Sein Brennpunkt ist am Ende rasch versunken.
Der Lichtergeist bläst die letzte Flamme aus.
Die Wolkenglut stirbt gänzlich ohne Funken.
Ein erstes Licht entzündet sich im Haus.
Am Wiesengrund wachsen jetzt Nebelstreifen.
Sie wirken weich gewebt wie Seidentuch.
Im Gras lässt Tau gemächlich Tropfen reifen.
Es hat dafür auch Stunden noch genug.
Wie war doch nur die Glut in meinem Leben?
Wann brannte mir das Feuer siedend heiß?
Ließen mich Sturm und Drang erbeben –
Wer zahlt der Leidenschaft den Preis?
Morgen da will die Sonne ewig strahlen.
Es drängt ein Hoch von Süden her.
Sie wird den März noch bunter malen.
Im rechten Licht – ist das nicht schwer.

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