Regenzauber

P1270248Regenzauber

Ein Regenbad im schwülen Mai
Es brachte frische Luft herbei.
Chaotisch war der erste Fall
Bedonnert durch Gewitterknall.
Als dann die Front gen Osten zog,
der Tropfen immer leichter wog.
Der Regen wurde immer dünner –
Zuletzt nur feinster Wasserschimmer.
Ich ging hinaus und sah am Grün,
wie mancher Tropfen silbern schien.
Auf Blätterwangen lagen Schläuche
Ganz so wie nackte Wasserbäuche.
Dann sah ich von dem Mohn die Blüte
Mit Wasserperlen schönster Güte.
So nass betupft hing sie geneigt,
hat mir Juwelen dann gezeigt.
Das Kleid hing voll mit Wasserschmuck
Der Blütenmund spürt wohl den Druck.
Ein leichter Wind streicht an dem Mohn
Er saugt vom Regenzauber schon.
Bin ich in einer Stund zurück,
dann find ich kaum noch dieses Glück.
Der Silberschmuck am Blütenkleid
Ist aufgelöst in Ewigkeit.
Die Tropfen nahm der Wind sanft fort
Und schenkt sie einem anderen Ort.

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