Saure Gurken

GurkeSaure Gurken

Die Gurke wuchs zum krummen Ding,
Solang sie an der Pflanze hing.
Am Anfang leuchtet gelb die Blüte,
Lockt Hummeln tief in Nektartüte.
Bald streckt sich vor die grüne Wurst –
Derweil hat Gurkenmutter Durst.
Die Gurken produzieren Beeren.
Botaniker uns so was lehren.
Im Innern viele Samen stecken.
Das Fruchtfleisch will uns richtig schmecken,
wenn es in Salz und Essig liegt
oder geschmort sein Fett abkriegt.
Bald endet „saure Gurkenzeit“.
Der Garten ist gebenedeit
Mit frischen Gurken rau und glatt
Fürs Eingelegte und Salat.
Als Kind musst ich die Gurken bürsten,
die später dann nach Essig dürsten.
Gesondert wurden stets die Kleinsten –
Das waren wohl die Allerfeinsten.
Mit vielerlei Gewürzen dann
Die Gurke an Geschmack gewann.
Silberzwiebeln und frischer Dill
Die brachten wir zuletzt ins Spiel.
Im Einkochtopf wurd konserviert,
bis letzter Keim sterilisiert.
Dann hieß es viele Wochen warten,
bis das der Schatz aus unsrem Garten
war gut geweicht, aromavoll
wie es nun einmal seien soll.
Der Gummiring beim Ziehen zischte –
Die Mutter meist als erstes fischte
Den Zweig des Dills aus Einmachglas,
Eh sie die erste Gurke aß.
Als Gabelbissen kauten wir
Die Gurken hastig voller Gier.
Das Glas war augenblicklich leer –
Im Essigsud schwamm gar nichts mehr.

Ein Kommentar zu “Saure Gurken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: