Der Freund des süßen Wassers

Wasserfreund, LimnephilusDer Freund des süßen Wassers
(Limnephilus)

Er ist der Freund vom süßen Wasser
Stammt aus der Zunft der Köcherfliegen
So beschrieb ihn einst der Artverfasser
Genauso trefflich wie gediegen.
Geschlüpft gleicht er den Schmetterlingen
Eher mottengleich mit braunem Kleid.
Doch Haare auf den Flügelschwingen
Bringen schnell Unterscheidbarkeit.
Nur ein paar Wochen währt das Leben
Des Vollinsekts im Ufersaum.
Wenn Eier unter Wasser kleben,
endet schon früh der Hochzeitstraum.

Die Larven brauchen frisches Wasser
Sind darin echte Tausendsassa.
Sie bauen gleich ein eignes Haus
Und schauen oben gern heraus.
Zum Bauen nehmen sie gern Blätter,
Machen aus Totholz alte Bretter.
Auch leere Schalen von den Schnecken
Können in Köchern kunstvoll stecken.
Der Wasserfreund ist sehr geschickt,
wenn man auf seine Wohnung blickt.
Er zimmert, klebt und isoliert,
nicht etwa weil sein Körper friert –
nein seine Haut gilt es zu schützen
ein scharfer Stein könnte sie ritzen.
Das Wasser strömt durch seinen Köcher –
Am Ende sind da ein paar Löcher.
So zirkuliert ein frischer Strom
Macht Atmung ziemlich autonom.
Nach einem Jahr in blanken Bach
Da wird die andre Seele wach.
Der Wasserfreund verpuppt sich dann,
damit er bald wohl fliegen kann.
Drei Wochen dauert diese Zeit,
dann zeigt er sich im neuen Kleid.
Heut hab ich ihn ganz zart gefangen –
Er musst nicht um sein Leben bangen.
Ich zeigte ihn nur ein paar Kindern
Und konnte Neugier etwas lindern.
Der Wasserfreund der reiste weiter –
Er machte Augenblicke heiter.

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