Eine Maisterleistung

MaisfeldWieder eine Maisterleistung

Im späten April erst gesät –
Das ist eigentlich sehr spät –
Kommt das Maiskorn in die Erde,
Dass kein Frost es mehr gefährde.
Im warmen Mai aufgegangen,
Mit dem Wachsen angefangen
Zunächst noch durchaus mit Maß
Doch dann gibt die Pflanze Gas:
Wenn die Sonne schön scheint,
Der Himmel gut weint,
Will der Mais heftig sprießen,
Fängt bald an zu schießen.
Ist der Sommer schön schwül
Und es regnet sehr viel,
Dann kommt er groß heraus
Der Maister des Ackerbaus.
Später am Ende vom August
Ist es für den Erzeuger eine Lust,
Maisfelder aufzusuchen,
Den Massenzuwachs zu buchen.
Bis etwa vier Meter hoch –
Vielleicht streckt er sich noch –
Flattern luftig die Blüten
Weiter unten blättrig in Tüten
Stecken Kolben voll mit gelbem Korn.
Doch jetzt wächst auch der Zorn.
Der Ackerboden war
Monatelang nur nackt.
Pure Verödung hier Fakt.
Im Frühling hoch aufgedüngt
Was „natürlich“ Erträge bringt.
Ein multiples Herbizid
Jegliches Beikraut vermied.
Der Mais blieb für sich allein –
Ohne Wurm, Schnecke, Käferbein.
So erwächst er zu größter Größe
Zeigt nirgendwo eine Blöße.
Im Herbst wird der Mais dann gefällt.
Seine Biomasse wechselt ins Geld.
Dem Boden bleiben nur noch Trümmer –
Etwas vertont mit Naturschutzgewimmer.

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