Schnirkelschnecken

P1000256Schnirkelschnecken

Wenn man sie aufsucht,
sind sie immer zu Haus.
Bei nieseligem Wetter
Kommen sie gern auch heraus.
Wie beim Wurm, sich im Nassen regen,
Dabei auch noch Kontakte pflegen,
Das ist ihre Daseinsdevise
Im Garten, am Saumrand der Wiese.
Ihre Körper gleiten sehr weich.
Sie sind am Schleime so reich.
Unter dem wulstigen Fuß
Bleibt Sekret stets im Fluss.
An der Stirn treten Fühler hervor
Hätte sie welche – dann vor dem Ohr.
Auf der Fühlerspitze erscheint,
Wie der Betrachter meint,
Ein kleiner schwarzer Fleck.
Fast wie ein Klümpchen Dreck.
Es sind aber Schneckenaugen,
die nicht allzu viel taugen.
Doch berühr ich die Fühler sacht
Der Kopf schnellen Rückzug macht.
Es flüchtet die Schnecke
Unter ihres Schleimes Decke
zurück ins Schalenreich
Schlüpfrig und weich.
Jetzt kann ich erst einmal warten –
Hab ziemlich schlechte Karten.
Kehrt sämtliche Ruhe zurück,
Dann wagt sich ein Stück
Weit der Kriechfuß wieder heraus
Aus dem Schnirkelschneckenhaus.
Die Schale ist schön
mit Streifen gebändert
Im Muster sich laufend verändernd.
Find ich ein Dutzend Schnecken
Wird kaum eine Zeichnung sich decken.
Dunkle Bänder, leuchtende Farben
Sind zum Schmuck die beste Gaben.

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Ein Kommentar zu “Schnirkelschnecken

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