Rotkehlchen

RotkehlchenRotkehlchen

Es war mal wieder höchste Zeit –
Die Wildnis nach Kultur laut schreit.
Im grünen Gartenhinterland
Ein Wald aus Brennnesseln längst stand.
Das ganze war kräftig durchsetzt
Von Kratzdisteln, die keiner schätzt.
Ich holte meine Sense raus
Und machte Feinden den Garaus .
Im Nu lagen die bösen Pflanzen
Scharf abgetrennt vom Wurzelganzen.
Als ich mit dem Sensen fast fertig war,
ein Rotkehlchen ich plötzlich sah.
Es saß auf einem Weidenpfahl
Und schaute zu mir allemal.
Den Vogelblick konnte ich nicht werten –
Ob sich die Augen wohl beschwerten?
War Neugierde, die den Vogel trieb –
Oder Geselligkeit, warum er blieb.
Ich konnt den Augenblick nicht lesen.
Versteckt blieb mir das Vogelwesen.
Hatte ich die Wohnung ihm vernichtet –
Den Dschungel sträflich frei gelichtet?
Oder war dieser Vogel einfach nur froh,
weil die Sonne schien so lichterloh?
Wir wechselten noch ein paar Blicke
Des Kehlchen Knie macht schnelle Knicke.
Dann flog das Vöglein einfach fort
Von diesem wüst verstörten Ort.

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