Verluste

MaisstoppelVerluste

Der Häcksler kommt – greift sich den Mais
Das Feld entblößt sich leer.
Es schließt sich hier kein Lebenskreis
Zurück bleibt Stümpfemeer.
Der Mais wuchs richtig güllegut
Bringt Biomasse satt.
Was sich im Boden regt und tut ? –
Steht auf dem andren Blatt.
Die Landwirtschaft braucht Höchstertrag –
Erst recht, wenn Preise sinken.
Die Ökologie kaum jemand mag –
Weil Euros selten stinken.
Hier Boden krank, dort gar verbraucht
Natur stößt an die Grenzen.
Kein Hoffnungsschimmer mehr auftaucht,
solang Pflugschalen glänzen.
Ein jeder Tag vermehrt Verlust,
lässt weniger am Leben –
und zur Gewohnheit wird der Frust:
denn wer soll sich erheben?
Die Welt verliert durch Menschenwerk –
tagtäglich so viel Arten.
Selbst hinter allerletztem Berg
Darf Eden nicht mehr warten.
Der Mais – gefällt zum Erntedank –
Macht Landschaft etwas offen.
Die Basis aber die bleibt krank –
Verlustreich muss sie hoffen.

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Ein Kommentar zu “Verluste

  1. Pingback: Agrar-Subventionen: Monokultur Mais auf Staub. | Osmerus' Blog

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