Oktoberlicht

P1010710Oktoberlicht

Mildwarmes Oktoberlicht
Durch halbentlaubte Äste bricht.
Der matte weiche Sonnenschein
Fällt in die Landschaft schmeichelnd ein.
Das neu versäte Gerstenfeld
Ein frühlingshaftes Grün erhält.
Vom Dorfesgrund der Kirchturm ragt
Und erster feiner Nebel wagt,
ihn leichtzart zu umschweben.
Aus Oesede sich erheben
Bauwerke nicht jedes schön.
Doch in dem guten Lichte
Geht die Kritik zunichte
An all dem Flächenverbrauch.
Selig liegt Abendhauch
Über den Häuserzeilen.
Mein Blick will lang verweilen.
Im Hintergrund im grauen Grün
Schwaden durch die Wälder ziehn.
Jenseits vom Bergesrücken
Könnten wir noch
auf die tiefe Sonne blicken.
Der sonst so forsche Herbsteswind
ruht heute wie ein schlafend Kind.
Kein Blatt seh ich im Hauche zittern –
Doch später soll es noch gewittern.
Die Eintracht von Kulturnatur
Erfreut in diesem Lichte nur.
Das junge Grün weckt fast den Mai
Die späte Wärme macht mich high.
Gibt mir für Graues gute Kraft
Oktobergold hat das geschafft.

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