Wenn die Kraniche ziehn

KranicheWenn die Kraniche ziehn

Vielstimmig ertönt es in hoher Luft
Ein großes V vom Himmel ruft.
Von Norden zieht ein Kranichmeer
Gemeinschaftsflügig südwärts her.
Kraniche verteilen seit eher die Last,
die du als Führer zu tragen hast.
Ein jeder fliegt hier genau im Verbund
Nicht immer bleibt das Flugbild ganz rund.
Wenn die Kraniche heute wieder ziehn,
dann geht das Letzte der Sommerzeit dahin.
Bald frostet die Erde mit Eis oder Schnee.
Dem sagen die Vögel doch lieber ade.
Ich lausche fast neidisch ihrem Sehnsuchtschor
Und schaue zum Flugbild am Himmel empor.
Die Kraniche lassen mich am Boden zurück.
Sie suchen für Monate in Afrika ihr Glück.
Manch einer von uns möcht ein Kranich wohl sein,
der steigt in den Flieger zur Sonne gern ein.
Er verbringt unter Palmen die Winterszeit
Bräunt mit viel Wonne, wenn es hier schneit.
Die Kraniche sind weg – der Zug abgereist
Die Scheibe am Auto ist erstmals vereist.
Im Ofen beginnt es lodernd zu brennen
Die Flammen das Feuer am besten wohl kennen.
Der Rest der Natur ist gut vorprogrammiert,
hat jahrzehntelang immer das Wetter studiert.
Vielleicht fütter ich die Spatzen mit Sonnenblumkern –
Die fressen auch andere Vögel so gern.
Wenn die Kraniche ziehn, klopft der Winter an die Tür.
Ein Hauch erster Kälte ich soeben verspür.
Ich liebe den Wechsel mal warm und dann kalt
So wird eine Jahreszeit selten recht alt.

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