So lang kann doch kein Bein sein…

WeberknechtSo lang kann doch kein Bein sein…

So lang kann doch kein Bein sein
Dabei ganz super schlank und fein –
Wer braucht denn solche Extremitäten,
wo kleinere es längst schon täten?
Es ist hier wohl der Weberknecht –
der Name klingt schon ziemlich schlecht,
Der seine Beine und zwar acht
Unendlich lang und dürre macht.
Wer solch abnorme Stelzen hat,
besitzt Beinfreiheit im Spagat.
Vom Weberknecht der Körper ist –
wie ihr sicher schon lange wisst –
kompakt, gedrungen und fast rund
und selten nur ein wenig bunt.
Zwei Augen lugen aus dem Rücken –
Sie können Helligkeit nur blicken.
Manch Weberknecht mag Häuser gern.
Die Hausfrau hält sie lieber fern.
Sehr viele von den Spinnentieren
Beim Saugen Leben wohl verlieren.
Das Saugrohr exekutiert sehr schnell
Ihr ach so zartes Naturell.
Der Weberknecht in seiner Art
Recht nützlich ist für seinen Part.
Er jagt und frisst viel Ungeziefer
Zerpflückt dies mit dem scharfen Kiefer.
Doch Spinnen sind nicht angenehm –
Erst recht, wenn sie auf Stelzen stehn.
Jetzt wo der Winter kommt ins Spiel,
Sucht Weberknecht warm Domizil.
Ist hier und da ein Fenster auf,
Gehen die Beine ihren Lauf.
Für manches Tier gibt es noch Ecken,
Da kann es sich vor uns verstecken.
Ich wunder mich stets wieder neu
bei laut panischem Spinnenschrei.
Wie können Tierchen so erschrecken,
die fast nur in den Beinen stecken?

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