Blattgold

AhorngoldBlattgold

So monoton grün waren die Blätter
Im Frühlings- und im Sommerwetter.
Der Ahorn braucht sein Chlorophyll
Photosynthese bleibt das Ziel.
So sammelt er für sich die Kraft,
die Wachstum immerzu dann schafft.
Im Herbst da endet die Saison.
Das Sonnenlicht sinkt früher schon.
Die Nächte länger und taukalt
Erwarten ersten Raureif bald.
Der Ahorn wechselt sein Gesicht
Gelbgolden strahlt er nun im Licht.
So wie das Laub zu Boden fällt,
sammelt sich dort die bunte Welt.
Im warmen Licht der Abendsonne
Erreicht die Farbglut höchste Wonne.
Da fängt der Ahorn an zu funkeln
Ein Rumpelstilzchen könnte munkeln,
es hätte heimlich über Nacht
einen Haufen Blattgold hergebracht.
Das Ahornblatt schwelgt hell in Tönen,
die seinen Tod mit Gold versöhnen.
Novembergrau kommt so und so
Doch dieser Ahorn macht mich froh.

2 Kommentare zu “Blattgold

  1. Sehr geehrter Herr Laukötter,
    ich finde Ihr Talent so zu dichten, jeden Tag neu zu einem Foto vom Tag, einfach wunderbar.
    Ihre Gedichte gefallen mir sehr gut. Danke für diesen wunderbaren Blog!

    Herzliche Grüße Schw. M. Gertrud

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