Der Brummer

BrummerDer Brummer

Er kann gar nichts dafür –
Zu offen steht die Küchentür.
Der Braten kühlt grad auf dem Tisch,
Ist knusprig, lecker, noch ganz frisch.
Es strömt herum der Fleischesduft
Zu denen, die man lockend ruft.
Der Brummer lässt sich nicht lang bitten,
Sitzt bald ganz tief und zwar inmitten
Der eng verschmorten Bratenspalten,
die langsam immer mehr erkalten.
Der Brummer versteckt dort die Eier.
Die Maden sind demnächst die Geier
Von diesem guten Bratenstück
Das wär des Brummers höchstes Glück.
Kulinarisch schlimmes Missgeschick
Für den, der dieses hat gekocht –
Auf Sauberkeit er stets gepocht.

Des Brummers feine Nasen
Erschnüffeln schlaffen Hasen,
der tot im Graben liegt –
vom Auto grob besiegt.
Auch Vögeln – grad verendet –
Der Brummer sich zuwendet.
Ganz tief in ihr Gefieder
Legt er die Zukunft nieder.
Bald wird es sehr lebendig.
Die Larven wimmeln ständig
Im müffeligen Aas
Durchströmt vom Leichengas.
Wenn wir laut Brummer hören,
ihre Runden uns sehr stören,
die sie um uns so drehn.
Da muss bald was geschehn.
Zeitungen werden Waffen,
die Störenfriede strafen.
Des Brummers fieser Rest
Klebt an Tapete fest.
Und wagt sich noch ein neuer
Brummer ins Angriffsfeuer,
dann gibt es wahrlich Frieden,
wenn er abrupt verschieden.
Der Brummer ist ein hübsches Tier,
wenn ich auf seinen Hintern stier.
Stahlblau sind seine Leibesflanken
Er sollte seinem Schöpfer danken
Für solch ein herrliches Outfit
Sein Umgang nur: igittegitt!

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