Jagdaussetzer

StockentenJagdaussetzer

Wenn ich es zeitlich richtig checke,
Bringt Mann wohl Enten grad zur Strecke.
Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest
Manch Schnattertier sein Leben lässt.
November kalt mit Abendrot
Da knallt die Luft bald voller Schrot.
„Vom Himmel hoch da komm ich her
Ich bring die Entenbrust und mehr.“
Da waren viele Jägersleut,
die solch ein Schießen hoch erfreut.
Von hundert Enten nur geschätzt
War wohl die Hälfte ausgesetzt.
Zuchtenten kamen im schönen Mai
In großer Zahl plötzlich herbei.
Mit Erbsen, Mais und Weizenkorn
haben Menschennäh sie nie verlorn.
Sie bleiben ihm und Teich so treu;
Denn Futter gibt es täglich neu.
Das Entenvolk wird gut ernährt,
bis es die Wahrheit spät erfährt.
Der Mensch liebt nicht die Kreatur.
Die Jägerlust die ist es pur,
die diese Enten kirrt und nährt.
Töten wird jagdlich so vermehrt.
Wenn Enten in die Lüfte steigen,
stehen Jäger um sie wie im Reigen.
Die Flinte sucht schnellstens ihr Ziel.
Jetzt wird es ernst in diesem Spiel.
Es zählt nur noch die Zahl der Treffer
Im Röhricht stöbern längst die Kleffer,
Sie lernten früh das Apportieren
Von totgeschossenen, warmen Tieren.
Ist dann die Strecke spät gemacht,
da funkelt oft die Sternesnacht.
Zum Hallali wird schön geblasen.
Es traf – pardon – auch ein paar Hasen.
Und sonntags gibt’s Hubertusmessen
Da lobt man sich und Wildpretessen.

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