Schäbige Zeiten für Kakerlaken

SchabeSchäbige Zeiten für
Kakerlaken

So ein schäbiges Dasein
ist schon gemein,
grübelte das braune Insekt.
Was eigentlich in mir steckt,
will keiner wissen.
Nicht die kleinsten Bissen
in den Küchenecken
sollen mir schmecken.
Nur in dunkler Nacht –
hab ich gedacht,
wag ich mich raus.
Alles schläft im Haus.
Meine langen Antennen
erkennen,
den kleinsten Futterrest,
den man mir lässt.
Etwas staubiges Mehl
macht mich fidel.
Ein Krümel vom Brot
bringt den Magen ins Lot.
In Ecken und Ritzen
bleibt immer was sitzen –
Das nehme ich dann gern –
wie den Apfelkern.
Überall bleibt etwas liegen
das freut auch die Fliegen
Sie kommen im Hellen
zu den Futterstellen.
Doch in der dunklen Nacht
ab viertelnachacht
da krabbelt die Kakerlake umher.
Der Magen ist leer.
Kuchenreste
sind Orgienfeste
für das scheue Tier.
Es kennt keine Gier.
Doch in Vorratsschränken
ihre sechs Beine zu lenken,
bringt höchste Gefahr
für Haut und Haar.
Mit böser Chemie
werden sie
Bis in die Winkel gejagt.
Man sagt
Schaben hätten mehrere Leben.
Wir geben
ihnen keine zweiten Chancen –
Genau wie bei den Wanzen.
Es ist erst Ruhe im Schacht,
wenn alles umgebracht.
Die schäbigen Zeiten sind dann vorbei.
Es sei,
Ein Ei
Hat irgendwie überlebt.
An diesem klebt
Nun das Schicksal der Schaben.
Sie haben
vielleicht doch wieder Glück
Und kommen zu uns zurück!

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