Ein wenig Frost

TeicheisEin wenig Frost

Ein wenig Frost aus klarer Nacht
Hat meinem Teich viel Kunst gebracht.
Des Wasser Haut ganz dünn erstarrt
Im Eiseskleide kurz verharrt.
Vom Schilfesstumpf schießen die Schwerter
Im Sonnenlichte noch verklärter.
Des Teiches Antlitz glänzt und blinkt,
weil schöne Kälte es wohl zwingt.
An manchen Pflanzenresten sitzen
Glasklare lange Sternenspitzen.
Daneben spannt sich Eiseshaut,
die ist wie Zucker aufgeraut.
Wie wandelbar ist ein Gesicht,
wenn Frost die Weichheit nächtlich bricht.
Wo Wasser sich kristallisiert,
wird Zauberkunst rasch installiert.
Kein Muster ist dem andren gleich.
Im winterlichen Formenreich
Ist Zufall immer Architekt,
der Schönstes aus dem Schönen weckt.

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