Schweinische Träume

SchweinSchweinische Träume

Im zweiten Schlaf hat ich den Traum,
dass mir im Bach – man glaubt es kaum –
ein rosarotes Ferkelkind
im Wellentempo sehr geschwind
ganz munter in die Arme schwamm –
triefnass ich in Empfang es nahm.
Es äugelte mich freundlich an.
Ein helles Grunzen ich vernahm.
Da war es schon um mich geschehn –
Wie sollte das nur weitergehn?
Sollt ich jetzt Schweinchenmutter werden?
Das Ferkelwohl nur nicht gefährden,
das war Devise für die Zeit,
Zur Flüchtlingshilfe war ich bereit.
Ich dachte erst: Was trinkt es nur?
H-Milch verdünnt oder doch pur?
Wie warm muss dieser Eiweißsaft,
dass Ferkel auch die Kurve schafft ?
Wo schläft denn nur mein schöner Fund?
Bleibt er bei mir wohl auch gesund?
In Gedanken baut ich schon den Stall –
da platzt der Traum – fast wie ein Knall.
So grad erwacht, da denk ich mir:
Ich hätte gern solch Schweinchentier.
Es lag so glücklich mir im Arm
War pudelnass und doch so warm.
Aus war der Traum – hab Schwein gehabt,
es momentlang für mich geschnappt,
war selig mit dem kleinen Tier –
irgendwann zwischen drei und vier.
Ich sann darüber dann noch nach:
Was wollte ich an diesem Bach?
Ich suchte früher Köcherfliegen,
die sich an Steine gern anschmiegen.
Ich ging zurück in eine Zeit,
wo Forscherdrang mich hat erfreut.
Doch statt der niedlichen Insekten,
die meine Augen sonst entdeckten,
schwamm dieses Ferkel just vorbei –
das war als Traum für mich ganz neu.

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