Zärtlich verzweigt

zärtlichesZärtlich verzweigt

Ein Hauch von Schnee hat über Nacht
die Zärtlichkeit dem Wald gebracht.
Auf jedem dunklen Winterast
liegt schmeichelnd eine Federlast.
Der Baum, der gestern düster schaut,
erscheint im Morgenlicht als Braut,
die sich im weißen Federkleid
so elegant den Welten zeigt.
Ein wenig Schnee reicht da schon aus.
Für Wintermäntel gibt`s Applaus.
Die Zweige schwingen plötzlich leicht.
Ein Flöckchenpelz alleine reicht,
die Schwere aus dem Bild zu wischen
und Flockenschweben einzumischen.
Ich sehe heute viel mehr Äste
mit ihrer Zuckerblütenweste
greifen sie in den Februar.
Ein Wintermärchen wird hier wahr.
Bis Mittag hat der Schmuck gelebt.
Dann ist die Pracht in sich verklebt.
Der Wind war leider viel zu warm –
Da wurd der Wald bald wieder arm.
Er trennte sich vom Hochzeitskleid.
Mir tat das schon ein wenig leid.

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