Ballfieber

CarlosBallfieber

Für Carlos unseren jungen Hund
schlägt mittags seine schönste Stund.
Dann geht’s nach draußen an die Luft –
ganz aufgeregt ist brauner Schuft.
Als ich ihn an die Leine band,
hatt’ ich zwei Bälle in der Hand.
Die steckte ich rasch in die Tasche –
für Carlos stets dieselbe Masche.
Er freute sich mit jeder Faser;
denn bald darauf war er der Raser,
der die geworfnen Tennisbälle
zurück brachte in höchster Schnelle.
Von den Filzkugeln brauchte ich zwei,
sonst ließ er ersten Ball nicht frei.
Sobald ich meinen Arm bewegte,
der Carlos durch das Gras schon fegte.
Er rannte blind schon meistens los.
Verwunderung war dann recht groß,
wenn ich mal anderswohin warf –
das machte Laufen richtig scharf.
Wenn Ball hoch durch die Lüfte sprang,
dann macht der Carlos gern den Fang.
War der Versuch nicht so genau,
passierte gar die Extraschau.
Der Carlos köpft mit seiner Nase
den Tennisball weit vorn ins Grase.
Das Apportieren macht ihm Spaß.
Da kennt der Bursche auch kein Maß.
Erst wenn er kaum noch rennen kann,
hält er den Ball fest irgendwann.
Wir zockeln langsam dann nach Haus.
Der Carlos sieht so glücklich aus.
Den Ball zu holen hundert Mal –
etwas zu groß ist wohl die Zahl –
gefällt dem Labrador so gut-
das er dafür fast alles tut.
Der Durst wird groß – auch Hunger quält
doch Seele fühlt sich wie geölt.
Nun ruht sich Carlos erst mal aus –
und Frieden herrscht im ganzen Haus.
Nur eines das kehrt bald schon wieder:
von unserem Hund das Ballholfieber.

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