Ein Schlüssel

SchlüsselEin Schlüssel

Vor mir liegt dieser Schlüssel stumm.
Ich fand ihn kürzlich tief im Kram.
Er machte mich eigentlich dumm,
warum ich ihn wohl zu mir nahm.
Das Stück erscheint mir sehr betagt
Mit seinem doppelten Barte.
Ein wenig Eisen wird befragt –
auf Antwort ich noch warte.
Zu diesem Schlüssel gab`s ein Schloss.
Dies sollte was beschützen.
War es ein Zugang etwa bloß?
Sollt es dem Reichtum nützen?
Dass gutes Geld und wertes Gold
vor Dieben sicher waren –
dass niemand sich hier etwas holt,
von all den kostbar Waren.
Von allem blieb der Schlüssel nur.
Das Schloss und auch der Raum
Davon fehlt mir heute jede Spur.
Entschlüsselung gibt`s kaum.
Warum müssen wir so viel verschließen –
Wo Offenheit gefordert wird?
Können wir Reichtum nur genießen,
wenn Sicherheit uns existiert?
Der Schlüssel zu Erfolg und Glück
Wird menschenweit gesucht.
Er ist weit mehr als Eisenstück.

Meist jeder laut verflucht,
der ihn wo just verloren hat.
Hilfe braucht er sofort.
So führt ein Schlüssel in der Tat
Zu einem Schicksalsort.
Ich halt den Schlüssel mir in Ehren.
Sein Geheimnis bleibt in ihm versteckt.
Von früher wird nichts wiederkehren
Das Schlüsselloch bleibt unentdeckt.
Der Schlüssel treibt mir Fantasien
In meinen Kopf ganz tagverträumt.
Im Inneren mir Bilder blühen
Und Irreales sich aufbäumt.
Der Schlüssel öffnete mir Blicke
Zwar ohne Sinn und ohn Verstand.
Verlasse nun die Vorgeschicke
und leg den Schlüssel aus der Hand.

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