Blumengefühle

NarzissenBlumengefühle

Wenn Frühlingssonne Wärme macht,
Marienblümchen dazu lacht,
lässt seichter Wind die Lüfte hoffen,
bleibt Tulpenkelch besucheroffen.
Der Schneeglanz strahlt morgens so hell
Seine Blütenstiele wachsen schnell.
Zum Abend schließt sich manch Gesicht.
Des Mondes Blässe sehnt sie nicht.
Das Lungenkraut schaut eher bescheiden
will himmelblau sein Antlitz kleiden.
Doch altern seine Blütenblätter,
erscheint ein Lilarot dann später.
Sind Farben lauter stumme Sprachen –
oder sind Wohldüfte die Sachen,
über die Blumen kommunizieren –
dass Bienen den Verstand verlieren?
Verführerisch zur Blume drängt,
was oft die Taille eingezwängt.
Insekten schwärmen früh im Jahr
kommen den Narben dabei nah.
Wenn Pollenkorn dann überspringt,
Befruchtung wieder mal gelingt.
Wie freundlich blickt die Blütenwelt.
am Wegessaum neben dem Feld.
Da grüßt ein zarter Ehrenpreis
mit himmelfarbnem blauen Kreis
von schön gemalten Kronenblättern.
Wenn daran Bienenbeine klettern,
dann sinkt die zarte Blumenpracht –
zu schwer wird für sie solche Macht.
Heut suche ich neue Gesichter.
Der Blütenteppich er wird dichter.
Die Frühlingsiris gestern verschlossen
hat ihre Schönheit ausgegossen.
Narzissen werfen gelbe Münder
so gern als Osterzeitverkünder.
Ein Veilchen zeigt zu guter Letzt,
wie es die Märzensonne schätzt.
Betörender Aromenduft
strömt in die weiche Frühlingsluft.

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