Sandgeschichten

TexelsandSandgeschichten

Feinkörnige Sandgeschichten
berichten,
wie der Wind heut gerade spielt
Er verstreut seine Körner
ganz gezielt
zu wellenhaften Musterbildern,
die nur selten ganz verwildern.
Ich stehe hier am Texelstrand.
Die steife Brise hier erfand
zwei unterschiedliche Lagerstätten –
den losen Sand vor mir zu betten.
Ich beginne
augenblicklich zu denken,
wie lässt sich Windeskraft so lenken,
dass der Formenkörper derart weicht,
obwohl der Wind über allem streicht.
Hier lange Streifen fein sortiert –
da Grübchenmuster etabliert.
Dazwischen weiß der Sand wohl nicht,
wohin er will – Schicht um Schicht.
Es sind nur Körner, die hier liegen.
Die Schwerkraft wollte einfach siegen.
Der stramme, steife Küstenwind
sortiert die weiße Fracht geschwind.
Auf diesem ach so kleinen Raum
lagert ein kurz geträumter Traum.
Sobald der Wind sich etwas dreht,
die Körnerflut ganz neu verweht.
Kommt die Meeresflut dann später,
frisst sie die Sandkunst Meter um Meter.
Ruhen sich die Wellen wieder aus,
spielt wieder Wind in Saus und Braus,
treibt neuen Sand wieder hin und her –
manchen bläst er ganz ins Meer.
Doch was der Wind
mir heute hat beschert,
hat meine Gedankenkraft genährt.

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