Ruhe vor dem Sturm

StrandkabinenRuhe vor dem Sturm

Aufgereiht wie an der Schnur
genießt man häuslich hier Natur.
Derweil ist keine Ferienzeit,
deshalb regiert noch Einsamkeit.
Die Insel wartet auf Touristen
baut dafür solche Wohlfühlkisten.
Wird es bald warm im Monat Mai,
ist es mit Ruhe schnell vorbei.
Mit Kind und Kegel wird gesonnt.
Die Burgenbauer machen Front.
Die Muschelsammler schwärmen aus –
belagert ist nun jedes Haus.
Wie Ölsardinen eng gepackt –
die Haut bleibt überwiegend nackt –
so liegen sie am Nordseestrand
die Sonnencreme stets zur Hand.
Das Fleisch wird immer dann gewendet,
sobald vom Brand der Schmerz gesendet.
Doch Bräune bleibt das schönste Ziel –
erhöht sie doch den Sexappeal.
Wie schön liegt heut der weiße Sand
so ohne Fraun und unbemannt.
Grotesk wirkt die Kabinenkette
als menschenleere
Begegnungsstätte.
Die Möwen segeln schwerelos
Der Wind fegt Schalenreste bloß.
Die Wellen rauschen immerzu.
Das Meer kennt niemals sanfte Ruh.
Trotzdem beruhigt das Wogenkonzert,
weil es mir Ewiges
zu verstehen lehrt.

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