Rapsodie in Gelb

RapsfeldRapsodie in Gelb

Leuchtend gelb erstrahlt das Feld.
Wer all die Blüten für sich zählt,
wird darüber alt und mäusegrau.
Himmel malt dazu bestes Blau.
Dass nun Raps wieder erblüht,
früh durch meine Nase zieht.
Süßer, schwerer Duft betäubt,
lockt Bienenvolk, das gern bestäubt.
Es macht aus diesem Blütenmeer
alle Waben voll und schwer.
Ohne diese Massentracht
Imker kaum Geschäfte macht.
Bauern lieben Honigbienen.
Denn die Tiere ja sie dienen,
als Bestäuber – sponsern Samen.
Wieder schuften hier nur Damen.
Drohnen kennen Arbeit nicht.
Sex allein ist Lebenspflicht.
Bienen bescheren also Ernte,
was ein Bauer schnell wohl lernte.
Bleibt der Mai mehr kalt und nass,
füllt sich kaum das Rapsölfass.
Früher war dies Öl sehr bitter.
Man machte diese Pflanze fitter.
Heute ist dieses Öl begehrt:
die Inhaltsstoffe gut, von Wert.
Ein Reibekuchen brät schön kross –
was ich als Kind so gern genoss.
Dem gelben Feld sei gut gedankt –
mit Rapsöl mancher sogar tankt.
Auf dem Feld ist sonst nicht sehr viel los –
die Lebensvielfalt nicht sehr groß.
Die Landwirtschaft will Öl erzeugen –
muss Ökologie dazu nur beugen.
Der milde Honig manchem schmeckt.
Nichts Wildes im Aroma steckt.
Heut swingt der Raps durch Luft und Land,
wird Rapsodie nur nicht genannt.

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