Radieschenzeit

RadieschenRadieschenzeit

Wer einen Garten eigen hat,
nicht nur zum bloßen Schmuck,
wird manchmal durch die Ernte satt,
denn Wachstum geht ruckzuck.
Von Kinderzeiten lieb ich sehr
Radieschen, diese roten.
Sie sind der erste Frischverzehr
im Mai schon angeboten.
Die dicken Samen lege ich
ins Erdreich, aber flach.
Auf diese Art wärmen sie sich.
Der Keimling wird früh wach.
Nach ein paar Tagen seh ich schon,
wie es aus Boden sprießt.
Das Erstlingsblatt noch blass im Ton
eine Wolke es begießt.
Am Tag darauf hat´s sich gestreckt,
zu zartem Grün gefunden.
Das nächste Blatt wird bald entdeckt.
Es braucht nur ein paar Stunden.
Radieschen kann man wachsen sehn –
ihr Tempo unvergleichlich.
Wenn noch zwei Wochen warm vergehn,
ernt ich schon und dann beiß ich
in eine kleine rote Knolle.
Es pfeffert dann im Munde.
Für mich bleibt es die wundervolle
allererste Erntestunde.
Radieschen schauen fröhlich aus.
Ganz rau sind zwar die Blätter.
Ich nehm sie gerne mit ins Haus
Salat schmeckt so viel netter.
Radieschenrot zeigt Frische mir
Sie kommt aus meinem Beet.
Manchmal ist drin ein kleines Tier.
ein Mädlein – ihr versteht?
Bald ernte ich die nächste Saat.
Nur Blätter werden Speise.
Vom eignen Feld gibt’s dann Spinat,
bevor ich mal verreise.

Radieschen, Garten, Gemüse, Selbstversorgung, Mai

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