Altarmer Gesang

LipperöhrichtAltarmer Gesang

Von dem Flusse längst verlassen
liegt ein Altarm träge hier.
Schilfröhricht in dichten Massen
schafft ein schirmendes Spalier.

Doch ich will das Wasser sehen,
wie es spiegelt Sonnenlicht.
Muss wohl Trampelpfade gehen,
mancher Halm dabei zerbricht.

Plötzlich hör ich lautes Singen
Vogellied in reinster Kunst.
Diese Töne herrlich schwingen
wie vom Schicksal eine Gunst.

Jeder Schritt vertreibt den Sänger.
Auch sein Lied verstummt auf Zeit.
Wird die Ruhephase länger,
ist zum Singen er bereit.

Schilfrohrsängers schöne Laute
werden raschelnd konzertiert.
Nur bei ganzer Windesflaute
Er alleine dann brilliert.

Vogelsang er kann verzücken.
Schnell vergisst man Raum und Ort.
Melodien schlagen Brücken
und man braucht dazu kein Wort.

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