Lindenschwärmer

LindenschwärmerLindenschwärmer

Seit Tagen drückt der Duft vom Flieder.
Die Vögel proben fleißig Lieder.
Das Blattgrün treibt mit stolzer Wucht.
Am Kirschbaum zeigt sich erste Frucht.
Fünf Frösche quaken sexgequält.
Bald wird die Liebste ausgewählt.
Der Maienabend ist heut wärmer.
Da flattert vor mir nah ein Schwärmer.
Tief unten in dem Wiesengras
mein Finger ihn vom Boden las.
Nun klettert dieser plumpe Falter –
ein Jahr zählt wohl sein Lebensalter –
bedächtig über meine Hand.
Ich sehe jetzt sein grünes Band,
das schön verziert sein Schuppenkleid.
Der Falter macht die Flügel breit.
Seine Klauenspitzen etwas zwicken.
Die Fühler vorsichtig leicht nicken.
Der Lindenschwärmer fühlt sich gut.
bleibt gern bei mir in der Obhut.
Ich les über den Schmetterling,
den erstmals meine Hand nun fing,
dass er gemein ist und nicht selten.
Er fehlte mir in meinen Welten.
Wie viele Jahre mussten streichen
für dieses erste Lebenszeichen.
Für den Augenblick haben wir die Zeit
sind für Kontakte so bereit.
Die Raupen von dem Schuppenträger
leben vegan – sind keine Jäger.
Hoch oben in den Wipfelkronen
sie blätterfressend gerne wohnen.
Als Puppen steigen sie vom Baum –
schlafen im Boden den Wintertraum.
Zum Anfang vom Mai ist der Wandel perfekt.
In der Puppenwiege der Nachfalter steckt.
Der Lindenschwärmer genießt den Mai.
In drei, vier Wochen ist alles vorbei.

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