Adebar – ist plötzlich da!

StorchAdebar
ist plötzlich nah!

Der graue Reiher fischgesteuert
seine Beuteflüge rund erneuert.
Er segelt suchend durch die Lüfte
kaum abgelenkt durch Fliederdüfte.
Dies Bild mit Riesenflügelspanne
zieht mich am Teich oft in den Banne.
Doch gestern – das war wunderbar –
kreiste bei uns ein Adebar.
Ich hoffte sehr, er würde landen –
dort wo die Gräser dichter standen.
Er drehte jedoch plötzlich ab.
Ein erstes Foto scheitert knapp.
Doch heute kam der Storch schon wieder.
Er ließ sich auf dem Felde nieder.
Der Bauer hat es frisch gebrochen.
Hat Adebar dies wohl gerochen?
Wo tief gepflügt wird, gibt es Beute.
Das wissen Vögel – nicht seit heute.
Die fette Scholle lockt – na klar –
zu mir hin diesen Adebar.
Ich pirscht mich ran
mit großer Vorsicht.
Das kümmerte den Vogel nicht.
Er sah mich dennoch ganz genau.
Mein Pullover schreit so himmelblau.
Ein Foto war bald auch geschossen.
Ich näherte mich nun unverdrossen
durch Brennnesseln und Dorngebüsch.
Da sagte Adebar wohl tschüss.
Er flog geräuschlos einfach fort.
Zu neugierig war ihm der Ort.
Wir hatten uns nur kurze Zeit –
dann trennten wir die Zweisamkeit.
Ein erster Storch klopft an die Tür.
Ich bin so dankbar grad dafür.
Ich hoffe, er wird wieder kommen –
hat den Kontakt jetzt aufgenommen.
Schnabel und Beine leuchten rot.
Das Federkleid, das er mir bot,
zeigt hellstes Weiß und Schwarz so tief –
so zeichnet sich vom Storch der Brief.

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