Im Fenster vom Ufer

TeichuferIm Fenster vom Ufer

Ein kleines Uferfenster
nicht einen Meter groß
was ich darin erblicke,
das ist schon fast famos.
Ein Grashalm lautlos zittert.
Die Samen sind bald frei.
Ein Seggenblatt zerknittert
daneben klingensteif
schießen die Irisblätter
gehörig aus dem Sumpf.
Fettglänzende Samenleiber
sind prall und gänzlich stumpf.
Die Lotuslippenblüten
verstreuen ihr Buttergelb.
Auch ihnen reifen Tüten,
die Zukunft für sie hält.
Das Mädesüß ist aufgestiegen.
Noch knospen Blüten rund.
Drei Tage noch dann werden fliegen
Insekten ohne Stund.
Am Boden reizen Tupfer rot.
Fruchtig sind Walderdbeeren.
Was sich mir an Aroma bot,
lässt sich wohl kaum noch mehren.
Auch Wasserdost bremst meinen Blick.
Er will zum Sommer locken.
Die Staude macht sich breit und dick
will Blüten hoch aufstocken.
Besonders schöner Morgengruß
schickt heute eine Pflanze.
Es ist der Zungenhahnenfuß
mit goldig gelbem Glanze.
Zum Wasser hin schon halb verdeckt
schwimmen Seerosenblätter.
Die älteren scheinen verdreckt-
die jungen wirken netter.
Ein Wasserfrosch krächzt gut gelaunt
provoziert schon bald ein Echo
Aus Bäumen dringt viel Vogelsound
dazwischen Intermezzo.
So friedlich schön, so aufgeräumt
erscheint die Welt am Teich.
Was sich am Ufer alles säumt,
macht dieses Fenster reich.

PS.: Nur eines passt wohl nicht ins Bild.
Es duckt aus Ton ein Ententier.
Dies schnattert kaum und taucht nicht wild –
sitzt morgen auch noch hier.

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