Der Sonne entgegen

BrennnesselDer Sonne entgegen

Ein Weidenpfahl schräg abgestutzt
vom Zahn der Zeit gebissen.
Ein Stacheldraht als scharfer Schutz
ist rostig braun verschlissen.
Das Herz vom Pfahl ist ewig hohl
Sein Holz zerfiel zu Erden.
Darin fühlt sich die Nessel wohl,
will stattlich groß hier werden.
Aufrecht strebt nun ihr junger Trieb
aus tiefster Gruft ins Freie.
Ein Sonnenbündel hellt ihn lieb
begrüßt so gern das Neue.
Das junge Blatt ist lichterfüllt
Die Sonne lässt es strahlen.
Von feinsten Haaren dicht umhüllt
Konturen sich so malen.
Brennnesseln hab ich oft gesehen.
Ich konnte sie auch spüren.
Was filigran und wunderschön
sollte mir Schmerzen schüren.
Heut stand sie wohl im rechten Licht,
Dass ich hier inne hielte.
Aus ganzer Pflanze Freude bricht,
wie sie im Lichte spielte.

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