Spielzeug

BlechspielzeugSpielzeug

Der Mensch er hasst die Langeweile.
Als kleines Kind sucht er bald Teile,
mit denen er was machen kann –
so er zu spielen dann begann.
Spielzeug gibt es an jeder Stelle.
Die Idee zum Tun ist eine Quelle,
aus der das Spiel an Sinn gewinnt
und glücklich wird hier jedes Kind.
Das Wasser ist als Stoff ganz toll.
Ein Becher der wird immer voll,
um ihn dann wieder leer zu gießen;
denn Wasser das muss ewig fließen.
Auch so ein Haufen gelber Sand,
der wandert gern durch Kindes Hand.
Der Sand lässt sich so schön verformen
ganz ohne Regeln oder Normen.
Was man im Wald am Boden findet,
so manches Spiel enorm entzündet.
Im Laub kann jeder was verstecken.
Auch Käfer kann man hier entdecken.
Die krabbeln kitzelnd in der Hand.
Vor Lachen fehlt bald der Verstand.
Die Vogelfeder fliegt so schön
beginnt sich trudelnd rund zu drehen.
Mit Ästen lässt sich trefflich bauen.
Da kann man Bäche sogar stauen.
Spielzeug liegt in der ganzen Welt
und dieser Spaß kostet kein Geld.

Vor ewig langen Elternzeiten,
begann man Spielzeug zu bereiten.
Figuren wurden da geschnitzt,
Dreiräder, wo der Kleine sitzt,
um sich damit fortzubewegen
zunächst auf sandig stumpfen Wegen.
Den Mädchen gab man schöne Puppen.
Die saßen bald in großen Gruppen
auf Betten und Paradekissen
Kein Kind wollte sie mehr vermissen.
Rollschuhe und die Eisenbahn,
die kamen oft zur Weihnacht an.
Stabilbaukästen, Playmobil
erweiterten das Kinderspiel.
Wer heute seine Puppe drückt,
wird melodienhaft beglückt.
Bevor ein Kind zur Schule geht,
ein Rechner auf dem Schreibtisch steht.
Die Kindspielzeit rast irre schnell.
Schon wird der Spielort virtuell.
Vorm Kinderkopf da flimmerts bunt
bis in die späte Abendstund.

Gestern stieß ich auf ein Objekt,
wo Langsamkeit noch drinnen steckt.
Ein Ziegenbock, den ritt ein Schelm
mit Zipfelmütze, nicht mit Helm.
Das Ganze stand auf einem Gestell
vier Räder machten es fast schnell.
Das Ganze war aus Eisenblech
Recht bunt bemalt, jedoch nicht frech.
Das Reiterpaar konnte man ziehen,
wobei die Beine mit den Knien
sich dann bewegten immerfort
als machten sie wohl Ausgleichssport.
Das Teil zählt an die hundert Jahre.
Nicht allzu fein erscheint die Ware.
Welches Kind hat wo damit gespielt?
Eine Frage, die ins Leere zielt.
Das Spielzeug hat die überlebt,
die seinerzeit waren bestrebt,
ihren Kindern eine Freude zu machen –
neben Eisenbahn und Anziehsachen.
Heut steht es etwas beziehungslos
auf meinem Tisch: ich frag mich bloß:
Will wohl mein Enkel von zwei Jahren
mit diesem Ziegenbock noch fahren?
Oder ist sie nur wenig beglückt
denkt vielleicht nur: Opa verrückt!

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