Balinesien

Borum BaliBalinesien

Die ganz weite Reise
Jenseits der bekannten Kreise
Ist und bleibt vielleicht ein Traum
Jener unerreichbare Raum
Liegt hinter dem bisher Bekannten
Früher waren es Löwen und Elefanten
Die der Inbegriff waren für urwaldhoch3
Fantasien machten sich dabei frei.
Als sich mein Berufsleben endgültig schloss
Da war die Reiselust plötzlich sehr groß.
Wunschziele früherer Zeiten
Darunter sogenannte Sehenswürdigkeiten
Erschienen nun in greifbarer Nähe
Wünsche, die ich endlich verstehe.
Die Insel der Glückseligen
In Papua-Polynesien
Mit dem Mount Everest auf Du und Du
Und dabei herumschlendern in Kathmandu
Grand Canyon einmal von oben nur sehen
An den Niagara-Fällen ganz eng dran zu stehen
Der Südpol, das Nordcap, Äquatorialafrika
Überall dort, da war ich noch nicht da.
Eine Insel hatte meine besondere Gunst
Ich wollte nach Bali –schon wegen der Kunst.
Zu Hause hatte ich Schnitzereien entdeckt
In denen so vieles an Mystischem steckt.
Schrille Masken, Dämonen und tierische Götter
Die lockten am Ende den alten Laukötter.
Der Mut in die Ferne der fehlte jedoch
Es fanden sich kürzere Alternativen noch.
Im letzten Jahr – wie das Schicksal es fügt
Hat meine Tochter sich auf Bali vergnügt.
Landschaft, Natur, Genüsse, Kultur
Das bietet ja Bali reichlich und pur.
Ich bekam diese Insel auch so noch geschenkt
Wenn der Vater die Freude der Tochter bedenkt.
Vorige Woche – ich war wieder auf dem Trödelfuß
Stieß ich auf diesen balinesischen Gruß.
Der Baumgott Kala Boma der grinste mich an
Und zog mich erneut in den Balibann.
Das schöne Schnitzstück war günstig erstanden
Und Träume vorerst ein Ende fanden.
Bali war zu weit für mich – hier war Bali ganz nah
Irgendwie schmunzelte ich –
Wie dieser Dämon mich ansah.

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Ein Kommentar zu “Balinesien

  1. Genauso geht es mir. ich geniesse die fernen Länder in Büchern und auf dem Internet, d.h. ohne grosse Umweltverschmutzung sowie Lärm und Gestank. Das kleine Paradies liegt vor der Haustür, man muss es nur sehen oder einrichten. Wir haben einmal die Ferien (ganz in der Nähe) verschoben, weil wir in einem Schaufenster am späten Abend einen geschnitzten Vogel sahen, der uns faszinierte. Es stellte sich nach dem Kauf heraus, dass es ein „göttlicher Vogel Garuda“ war …

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