Jakobiäpfel

FallobstJakobiäpfel

Was für eine Plage
an jedem der frühen Augusttage
kann man es kaum wagen,
ohne großes Unbehagen
unter den Apfelbäumen zu laufen.
Denn da liegen sie zu Haufen:
Die Klaräpfel – am Boden zerstört –
wer die abertausenden Wespen überhört,
nimmt sein Schicksal oft in die Hand,
sowie er einen noch brauchbaren Apfel fand.
Zwischendurch immer wieder ein Knall.
Das bedeutet das Ende vom freien Fall.
Weil das Obst – am Zweige gesessen –
innen von der Made zerfressen,
geht es frühreif zu Grunde –
schlägt auf zu jeder Stunde.
Klaräpfel reifen um den Jakobstag.
Ein Großteil schon vorher am Boden lag.
Von den Apfelleichen
wollen die Brummer nicht weichen.
Auch die junge Amselbrut
findet Apfelfallmus ziemlich gut.
Mit den Wespen, Käfern, Asseln und Schnecken
ein fürchterliches Bild ,
ein Schlachtfeld voll Schrecken.
Wie sehne ich mich nach den Tagen,
wenn keine Fledderer am Apfel nagen.
Verwundete Äpfel im Minutentakt,
nur noch Apfeltorsen angepackt –
das sind Geschenke der Gartennatur
Schlaraffenland pur.
Wie schön ist doch die apfellose Zeit.
Dann bin ich für die Birnen bereit.

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