Rattenstation

RattenkindRattenstation

Die Ratten am Zentralbahnhof
sind ziemlich schlau und wenig doof.
Wenn da wer Tauben füttern will,
dann halten Nager nicht mehr still.
Das Rattenvolk sonst nachtgewöhnt
den frühen Morgen schon verschönt.
Kaum wird mit Brotkrumen geschmissen,
da wittern Ratten Frühstücksbissen.
Die Taube, die sich gerad noch freut,
weil lieber Mensch ihr Futter streut –
der Vogel bald schon blöd ausschaut,
derweil die Ratte alles klaut.
Die Mutter lernt die Tochter an.
Die Kleine ist als nächste dran.
Grad wollen Tauben hungrig picken,
da lässt das Rattenkind sich blicken.
Es sprintet schnell zur Futterstelle
nimmt größten Brocken aus der Quelle.
Im Nu huscht sie unters Gebüsch
und deckt sich dort zum Lunch den Tisch.
Kaum ist der Brocken weggenagt,
der Hunger weiter heftig plagt.
Den Tauben spendet Mensch gern Happen,
die schwupps die Ratten frech wegschnappen.
Als sich der Spender dann empfiehlt,
ist dies Theater ausgespielt.
Die Tauben flattern hoch aufs Dach.
Die Ratten loben frühen Tag.
Im Bahnhof hört man Züge rollen
entfernen sich mit dumpfen Grollen.
Auf Straßen drängeln sich Mobile.
Sie haben alle andre Ziele.
In Mailand startet Arbeitstag
für Tauben, Ratten und wer mag.

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