Monsieur 100 000 Volt

VoltMonsieur 100 000 Volt

Zur Schulzeit quälte mich die Physik –
darin war zu viel Mathematik.
Gleichungen mit Unbekannten
selten bei mir Lösungen fanden.
Ich war so froh, wenn es grad reichte –
war besser als die Fünferbeichte.
Physiker haben jedoch viel entdeckt –
das steigerte bei mir etlichen Respekt.
Auch die Versuche mit Elektrizität
den Wissensdurst der Jugend lädt.
Unlängst reiste ich nach Italien
nicht nur wegen der Cerealien.
Neben Pasta, Pizza, Mozzarella
war la vita molto bella.
Pavia hat eine alte Universität,
wo Professore Alexandro Volta steht
im Innenhof groß als Skulptur.
Was forschte dieser Mann hier nur?
Herr Volta war schon ein Genie,
erfand er doch die Batterie.
Ich stand am Ort, wo es gelungen,
dass Strom aus Elektrolyt gesprungen.
Seit Volta gibt es solche Kraft,
die Quantensprung geschaffen hat.
Hier ragt er nun als Mann in Stein.
Er sollte der Erfinder sein.
Wir treffen ihn bei Watt und Volt
und manchmal ziemlich ungewollt.
Die Batterie ist unersetzlich.
Ein Leben ohne sie entsetzlich.
Ob Herzschrittmacher, Hörgerät,
ob Armbanduhr, die ohne steht.
Ob Taschenlampe oder Smartphone –
Mal fehlt das Licht, das Bild, der Ton.
Batterien lassen sich heut laden.
Die alten brachten Umwelt Schaden.
Wenn sie ausliefen, erodierten
die Gifte grässlich emittierten.
Unter Spannung steht die ganze Welt –
ob das dem Herrn Volta wohl gefällt?
Ach da war ja noch Gilbert Becaud.
Seine Stimme elektrisierte so.
Die ganze Kraft der Kehle holt
der Monsieur 100 000 Volt
aus seinem Inneren heraus –
solch Energie sorgt für Applaus

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