Vom Maise befreit…

P1030882Vom Maise befreit…

Vom Maise befreit sind Ackerflächen,
des Häckslers Maul wollte sie alle.
Scharfe Zähne reife Kolben zerbrechen
Es kaut die Ernte bald das Vieh im Stalle.
Der Mais stand einsam oft mit sich geklont.
Kein Gesellschaftspflänzchen fand bei ihm Asyl.
Vorm Herbizid blieb keines hier verschont –
Die brachte Bauer mehrfach fies ins Spiel.
Der heiße Sommer stieß die geilen Pflanzen
in neue Höhen – düngerhochgedopt.
Am Acker selten Mücken glücklich tanzen.
Der Wertschöpfer nur gern den Zuwachs lobt.
Vom Pflanzenleib bleiben nur Strünke stehen –
multipel zerfetzt durch kalten Messerschnitt .
Oh Wunder –
jetzt kann man wieder die Landschaft sehen!
…um zu erkennen, wie der Boden schrecklich litt!
Vom Maise befreit… sind arme Felder hier.
Ein Getreideforst hielt jeden Blick lang fern.
Hier wohnte kaum noch muntres Bodengetier.
Sie hatten diesen Flecken früher doch so gern.
Bald rücken viele Pflugscharen heran.
Die Erde wird erneut ganz kopfgestellt.
Die nächste Saat kündigt sich dann an.
In tiefer Furche wächst das nächste Geld.
Ob es wieder Mais wird –
bleibt vorerst noch ungeklärt.
Wäre es fürs Neue Wintergerste nur,
dann wär die weite Sicht nur halb versperrt:
der Blick freut sich am Saum der Restnatur.

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