Kunst & Tempel

HasentempelKunst & Tempel?

Vor einem Monat wurde sie zu Wasser gelassen
eingeweiht durch einige neugierige Massen.
Im grauenvoll betonierten Bahnhofsplatzteich
erhob sich eine Hasenfrau – fast göttergleich.
Dort, wo sonst Enten spielten mit Wegwerfmüll
bringt eine Sparkassenstiftung ein Kunstwerk ins Spiel.
Elefanten- und Affengötter sind weltweit bekannt
werden zu Repliken tausendfach nachgebrannt.
Auch Vogel- und Hundegötter wurden früher verehrt –
doch die Welt hat eine Hasengottheit bislang entbehrt.
Bahnhofsstätten mit Bussen und Zügen sind rastlose Orte.
Die Menschheit hetzt hier umher meist ohne Worte.
Inmitten von diesem geschäftigen Treiben
will diese erhabene Figur immer ruhig hier bleiben.
Eine in Bronze gegossene Kunstfantasieidee
leuchtet im Wasserbassin emailleweiß wie Schnee.
Die magische Gestalt zieht viele Blicke auf sich.
Ein jeder assoziiert für sich – das fasziniert mich.
Was Künstler mit ihren Produkten kreieren,
wie sie damit den Betrachter +/- stimulieren,
das macht ihre Kultur interaktiv hochinteressant –
weil der Hasentempel mehr als nur Blicke hier bannt.
In den Städten kommt zur schnöden Gebrauchsarchitektur
immer mehr freies Schaffen oft in extremer Struktur.
Waren es früher noch Büsten und monumentale Figuren,
fehlen den Objekte heut naivreale Konturen.
Die Gedanken sind so frei wie jemals selten zuvor.
Eine Hasentempelfrau reckt die Ohren steil empor.
Für Recklinghausen ist dieses Kunstwerk ein ideeller Gewinn.
An diesem Ort der Unruhe macht tägliche Kunst so viel Sinn.

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