Auf Draht sein…

P1110929Auf Draht sein…

Auf Draht sein wollen hier Kristalle.
Der Nachfrost der erschuf sie alle.
Der Stacheldraht – sonst böse schaut –
zeigt glitzernd seine Winterhaut.
Was spitz verletzend scharf abwehrt,
ist von feinem Eise kalt begehrt.
Gläserne Plättchen dicht an dicht
fügen zusammen Raureifschicht.
Heut zeigt die Kälte Zauberkräfte
macht auf dem Draht kühle Geschäfte.
Wie fast in Zucker eingetaucht,
hat Frost sein Silber aufgehaucht.
Auf Draht sein, war einst Revolution:
der heiße Draht hieß Telefon.
Wer damals schon die Kurbel schwang,
der hatte Leitung irgendwann.
Auf Draht sein heißt, ich bin auf Zack,
bei allem was ich forsch anpack.
Die einen Drähte können verletzen –
die anderen weltenweit vernetzen.
Doch auch der alte Kupferdraht,
der lange seine Dienste tat,
hat auch schon wieder ausgedient
seit Glasfaser die Nachricht beamt.
Doch lenk ich meinen Morgenblick
auf den vereisten Draht zurück.
Ich lass die Eiseskunst noch einmal blitzen:
Dort, wo Kristalle so schön sitzen.

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