Dezemberregen

DezemberregenDezemberregen

Nächte zehren mehr vom Tageslicht.
Kein Blatt dem nackten Zweig noch bricht.
Viel warmer Wind streicht durch die Fluren
nestelt verstreut an Herbstfallspuren.
Die Luft tiefgrau im Regenhemd
bald wieder Wasser nieder schwemmt.
Bis an den Hals ist Boden nass.
Seit Tagen quillt das Speicherfass.
Wohin ich meine Füße lenke,
da füllt sich rasch die Abdrucksenke.
Noch ist kein Ende abzusehen.
Die Wolkenleiber schwanger blähen.
Dezemberregen füllt die Bäche
verschlammt die triste Ackerfläche.
Alte Traktorspuren saufen ab
und Erde wird matschiger Papp.
Das wird wohl nichts mit weißen Flocken.
Wer kann den Winter nur vorlocken?
Fünfzehn Grad schwül nach Nikolaus –
da stürmt es fönig rund ums Haus.
Doch Gänseblümchen stimmt das heiter –
die machen mit dem Blühen weiter.
Sie nutzen jede warme Stunde
lachen goldgelb aus Blütengrunde.
Wem nützt dieser Dezemberregen?
Den Pflanzen bringt er keinen Segen.
Boden erstickt im Wasserbad,
weil er zu viel an Feuchte hat.
Wann wird`s mal wieder richtig Winter?
Ich komme kaum so recht dahinter.
Im Regen schwimmen weiße Träume.
Es triefen nass die Tannenbäume.

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