Ephemere Eiskreationen

P1130673Ephemere Eiskreationen

Heute gab es kalte Kunst fast mit Ansage.
Regenwütig waren viele der letzten Tage,
dass überall Pfützen und Lachen
auf Wegentief mich feucht ansprachen.
Dann riss die Wolkenlast, bis Winterhimmel kam.
Die Luft war nicht mehr falsch – so milchig warm.
Ich wusste, heute Nacht beißt wieder einmal Frost.
In winterlosen Zeiten schon ein kleiner Trost.
Der Morgen zeigt sich pudrig voll mit feinstem Reif
Der neue Grashalm glitzert hell und ziemlich steif.
Der Matsch vom Feldweg gibt sich knochenhart.
Die Pfützen schmückt eine Eiseshaut so gläsern zart.
Schon öfter hab ich solche Kunst enorm bestaunt.
Auch heute Nacht war die Natur sehr gut gelaunt.
Ist solche Schöpfung eigentlich kreativ?
Die Eisgebilde, die sie aus den dunklen Wassern rief,
sind richtungslos gebaut aus Zufalls Hand.
Manch zartes Schwert den Gegner niemals fand.
Die Sonne staunt nicht schlecht, erleuchtet Silbereis.
Mal ist es blinkend klar dann klinisch weiß.
Nur ephemer zeigt sich die kristalline Pracht –
fast wie die Blüte von der Königin der Nacht.
Dem Februarfrost dem fehlt ein gänzlich kaltes Herz.
Zwei Wochen noch dann klingelt schon der März.
Im Mittagsstrahl zerfließt die Komposition
Mein langer Blick war dieser Kunst schon Lohn.P1130638

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Ein Kommentar zu “Ephemere Eiskreationen

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