Fuchs, hast du die Gans gestohlen?

P1130967Fuchs, hast du die Gans gestohlen?

Der Frühling wagt sich langsamst vor
öffnet nur zaghaft seinen Blütenflor.
Die Vogelschar will Hochzeit feiern.
Doch viel zu kalt ist es den Eiern.
Ein Hase hoppelt durch die Wiese.
Ihn fröstelt arg die frische Brise.
Richtig verliebt seit Wochen war
im Garten hier ein Gänsepaar.
Vorgestern hab ich ihr Nest entdeckt.
im Reisighaufen gut versteckt.
Darin lagen der Eier sieben.
Sie waren schlammbraun angerieben.
Ich freute mich auf Nachwuchsglück –
Doch dann geschah ein Missgeschick.
Ich wollt die Brütende bemuttern
und brachte ihr heut was zu futtern.
Doch meine Gans war plötzlich weg –
verstreut zwei Eier tief im Dreck.
Ich rief nach ihr in größten Sorgen.
Kein Echo kam an diesem Morgen.
Nur etwas von ihrem Daunenkleid
gab Zeugnis noch von ihrem Leid.

Fuchs, hast du die Gans gestohlen?
Musstest grad diese hungrig holen?
Ein Gans, die neues Leben wärmte –
die gestern noch so schnatternd lärmte.
Wer kommt als Täter wohl in Frage?
Tief traurig macht mich diese Lage.
Für den Fuchs lief dieser Tag recht gut.
Am Gänsehals floss lauter Blut.
Ich kann das alles nur vermuten.
Für mich wird hier nichts mehr zum Guten.
Der Fuchs der machte fette Beute.
Zwei Eier bleiben übrig heute.
Der Ganter zeigt sich kaum betrübt,
weil er ein Milchschaf innig liebt.
Die beiden gehen wieder grasen,
treffen vielleicht auf einen Hasen,
der Ostern überhaupt nicht kennt –
heißblütig zu der Häsin rennt.

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