Drei Narzissen

P1140066Drei Narzissen

Drei Narzissen
sprießen
im Niemandsland
hinter dem Wegesrand.
Sie stehen dort einsam und leer.
Niemand mehr
weiß von ihrem Beginn.
Wie kamen sie hierhin?
Ihre eigentlichen Verwandten
die standen
im feuchten Auengrün.
Narzissenmeere blühen
gelb im Perlenbachtal
in Überzahl.
Diese aussätzigen Blüten
hüten
ihre Herkunft verschwiegen.
Ihre schmucken Münder wiegen
in kalter Aprilen Luft
fast ohne Duft.
Wurden sie weggeschmissen –
überflüssige Narzissen?
Wurden sie in die Erde gesteckt
im liebevollen Affekt,
um diese Brache zu schmücken?
Es wird kaum glücken,
dieses Schicksal zu klären.
Die Fantasie jedoch nähren
die lieblichen Köpfe
Geschöpfe
des Frühlings am sparsamen Ort.
Ein Wort
der Verbundenheit
das bleibt –
über die Welketracht.
Die Sonne minütlich heut lacht.
Drei Narzissen
machen sich heute schön.
Auf Wiedersehen!

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