In was für einer Welt leben wir eigentlich?

P1140185In was für einer Welt leben wir eigentlich?
(Szen-Bemerkungen)

In einer Welt,
in der sich Menschen in Menschenmengen in die Luft sprengen,
um religiöse wie politische Wahnvorstellungen zu bedienen.

In einer Welt,
in der vor aller Welt missliebige Politiker mit Satire verurteilt werden,
die nur noch aus verbaler Gewalt, Obszönitäten und Menschenverachtung besteht.

In einer Welt,
in der Politiker noch nie so viel über Frieden verhandeln –
gleichzeitig aber ihren Handel mit immer zerstörerischen Waffen
in Krisengebieten zu neuen Rekorden treiben.

In einer Welt,
in der eine Kuh 32000 Liter Milch im Jahr produziert, in der die Anzahl der laktosefreien Produkte ins Unermessliche steigt und wo im Winter die Kilopreise für Äpfel höher liegen
als die für Schweinefleisch.

In einer Welt,
in der die abendliche Fernsehwerbung nur noch aus Diätpulvern, Schmerzmitteln, Abführtropfen, Schlafverbesserern, Demenzverzögerern und Harntreibern besteht.

In einer Welt,
wo viele Religionen ein Gleichstellungs und -Frauenproblem haben, wo immer noch irdische Menschen später zu himmlischen Heiligen gemacht werden, wo die gleichgeschlechtliche Sexualität uneingeschränkt nur den Tieren gegönnt wird.

In einer Welt,
in der geschickte Fußballspieler 100 Millionen Ablösesummen verursachen, wo die Fußballindustrie mafiöse Systeme unterhält und die Spielergehälter wie monatliche Lottohauptgewinne ausfallen.

In einer Welt,
die auf ihren Äckern jeglichen unerwünschten Pflanzenwuchs immer wieder zu Tode spritzt, die den Sortenreichtum durch Konzernmanagement drastisch reduziert, um das ertragreiche Saatgut durch Patente überteuert den ärmsten Staaten verkauft.

In einer Welt,
in der täglich weit über hundert Arten ausgerottet werden, wo Wildnisreichtum durch Palmölplantagen ersetzt wird und wo man für Trophäen in Afrika Abschussprämien zahlt, von denen ein ganzes Dorf jahrelang sorglos leben könnte.

In einer Welt,
wo es sich immer noch lohnt, vom Menschen noch nicht beanspruchte Areale aufzusuchen, um dort intakte Natur mit faszinierenden Arten zu erleben, die uns noch vermitteln können, wie unberührte Schöpfung unsere Erde bereichert.

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