Spurenspiele

P1130421Spurenspiele

Unendlichkeit im Wellenrauschen
das Herz des Meeres das rollt im Takt.
Ich könnte endlos weiter lauschen.
Der Strandsand ist so weich und nackt.
Die Wellen branden in Gezeiten
mal weiter auf die Dünen zu.
Wenn sie den Rückzug dann bereiten,
lassen sie Ufer weit in Ruh.
Am Wasserrand da seh ich Spuren –
erst ultrafein mit feinstem Strich.
Kommt Wasserrücklauf dann auf Touren,
zeigen Gerinne breiter sich.
Am Ende fließt in tiefen Betten
der Wellenrest zurück ins Meer.
Er furcht in wunderbaren Stätten
Am Boden bleibt, was hier zu schwer.
Mit jeder Woge stirbt solch ein Bildnis.
Die Ebbeflut schafft neue Pracht.
Natur ist keineswegs verdrießlich,
selbst wenn sie Schönstes hat vollbracht.
Die Wellenmuster sind vergänglich
und jederzeit auch wieder neu.
Der Wechsel bleibt hier unumgänglich –
worauf ich mich auch immer freu.
Die Spurenspiele zeigen Leben –
auch wenn nur Sand wird neu sortiert.
Sie zeigen mir am Rande eben,
dass sich so viel im Sand verliert,
um danach anders zu erscheinen.
Dieses Strömungsbild ist längst passe.
Der Eindruck von den Hundebeinen
verschwindet bald auf hoher See.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: