Kratzdisteln

P1130267Kratzdisteln

Unsere Schafe machen einen großen Bogen herum.
Denn sie sind im Fressen wirklich nicht dumm.
Kaum lässt eine Kratzdistel ihre ersten Blätter sehen,
ist es um jede nahe Freundschaft auf Dauer geschehen.
Mit spitzen Dornen gänzlich böse übersät
wird jedes Blatt zum perfiden Abwehrgerät.
Sollte ein Wiederkäuer hier gerade fressen,
wird er die schmerzhaften Wunden niemals vergessen.
Die fiesen Dornen stechen und schneiden
alle die, die hier so ahnungslos weiden.
Was können Disteln sich so heftig wehren.
Ihre Stacheligkeit lässt sich stellenweise kaum noch vermehren.
Doch Blattläuse kümmert das wirklich nicht.
Sie saugen an Stängeln – dicht an dicht.
Aus dem Weidegrün ragen Brennnesseln und Disteln empor.
Sie stehen im engen Verbund fast da wie im Chor.
Jetzt zur Sommersonnenwende ein Rotviolett
leuchtet zum Himmel – die Distel wird nett.
Herrliche Blütenköpfe so verlockend wie schön
lässt die Skyline der Wiese nun überall sehen.
Hummeln und Falter, Fliegen und Bienen
sind durch die Reize recht zahlreich erschienen.
Auch einige Käfer sind brummend hinübergeflogen,
sind dem frischen Nektar wohl sehr gewogen.
In der Blüte wird die Distel zum freundlichen Wesen.
Die garstigen Blätter eine andre Botschaft lesen.
Wenn später dann tausende Samen reifen,
Distelfinken über die Wiesen her streifen.
Der Herbstwind fegt die alten Blütenstände dann leer –
sorgt eifrig für die Kratzdistelwiederkehr.

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